triebluft

prädludium (absehbares finale ohne glücklich n d)

schweigende bergspitzen
in himmelsrichtung
geräuschlosigkeit
im einfühlsamen blattwerk
ohne merkliche windbewegung
beruhigte federviehherden im naherholungsgebiet
geduldsübung und
jäher abgang



triebluft (programmatisch)

wortbruch und
hirnraub
plagt
die jagd
am n d
ist was
nie gewesen längst
schon
da alles
j w g
bleibt
beim alten
neu



für a.

schlag schnell mein pferz
herd
denke beinahe abends
wiege die erde wiege
und
häng das gebirge auf
steh bei nacht
im
rebelnock eiche
riesig aufgetürmt
wo buschige dunkelheit
mit auglicher hundertschaft
sieht
der wolkenmond aus hügeln
kläglichen duft im
wind
flügeln ruhige schwingen
schauerliches rauschen ohrt
schöpferische nacht
noch immer frisch und mu-
tiert im blut
feuer
herz
und flamme
sehen und
milde fließt glückseligkeit
von süßer aussicht
kurz beseite
und atmet
für
„rosafarbnes frühlingswetter“
umgiblich liebt
gesichtig zerrt
für immer
hoffnung
erlangen mit sorgenwonne
schmaler abschied
kurz im kuss
entzücken im auge
und schmerz
geht steht und sieht
mit nasser aussicht
und dennoch glück
für
leib
und lieb
viel glück!



hilfreiches haushaltsgerät

unsterblicher hochpreis mit einwand
aber gib
ewiges verfahren
immer neu
seltsame kopfkindfantasie
hab jede laune
nur berücksichtige
geständnis und betrug
rosengekröntes begehren
lecke tau
lilienleicht mit flughaarlippen
im windgerede
aus ich –t- aus end fach -t
unheimlich
wie morgen und abend
immer wechselnd
für väterliches tieflob einer korrupten schönfrau
sterblicher mensch
stimm an-
gebunden mit himmelsgarn
befiehl
freude und qual
beständige frau
flieh
geschlechtliches leben
kastrier und kratz
in vergnügen und schmerz
unverzüglich beschränkt r frust
beuge geschickt
verwöhnte töchter
„freut euch!“ mit beihilfe
zur besichtigung
liebend liebender r
in würdiger frauenkammer
beleidigt
mütterliche weisheit
die zahme seele
doch still
schweigsamer freund
die greisin liegt
am lebensrand
und trost
entweicht dem noblen teppichklopfer



entzweites miteinander

herz unsterblicher
schlag
schnell hoch und
nach
beinahe streit
aber denk ewig
neu
abend beherrscht
kuriose einbildungskraft
mit bergen jeder stimmungslage
nur nacht-
behältnis verdient an-
erkennung und steht
zur freude
in blumentälern
gigantisch
wo sommervögel dunkelheit
betreten
und aus nahrhaftem tau
mit augen
mit lippen
leicht wie
„mein herz an deiner seite“
weht moderndes haar
aus dürstenden wolken
dünstet
windgeheul leise heraus
und tausend ohr n ächten
wie musisch
mord n d
morgenfrische
immer wechselnd wie
feuer im herz
schau allvater
„doch solch eine schöne“
und milde glückseligkeit
fließt aus der höhe zum lei
–b-
schau menschenglück
herz allein
seitlich abgestimmtes atmen
gemeinsam
zur flucht
überholte liebesfreude
und r blick gültige zärtlichkeit
geschickte hoffnung
sonnt den abend lieblich
wie enge küsse
entzückt-
r frauen und altäugige
geh steh und
sanfter seelensee
beleidigt still
mit liebe
mit hoffnung
mit
ohne
dir



dickleibiges befremden

rauschwasser bewölkte felsenhalle
ozean
flüchtig eingefasst
was spiegelt
ohne
grund und begründung
unwiderstehlich
ins tal
spaziert
dämonischer zeitrutsch
folgt
„berg und wald in wirbelwinden“
ablauf und befriedigung
erlagen und blockieren
dabei
limitierter begrenzungsrahmen
für
ergebenes wellenspray staut
und
berglich schwillt
gehemmter vater mit trinkambition
damit
abkömmling ruht und
reicht
reflexive sterne
blinken ans denken
umsonst
wäscht wellenschlag
eins zwei drei
leben neu



er-trunk-nr-11 (phantastisches gedicht)

frisches neublut
aus freiweltlutsch
wie natur
gnädig-gut
an der haltebrust
wellt
ein machtkahn
am steuer-
rad hoch
himmel hoch
im bergwolk
zusammentreffen
auge um auge
fallengelassen-
er gold-
traum
komm
traum
lieb und leb
auf blinzelwellen
tausendfacher schwebestern
trink nebel
sanft
in der ferne vom
„morgenwind umflügelt“
in der schattenbraue
gespiegelt
ein lidsee
und
fällige frucht



taktisches treffen

frischem strom entrauscht
neu umwölkt s blut
den ozean saugt eilig
frei
das ich dem sich zu
verbinden
was ist
natur
auch noch so hold
und mag mich
gründen
s
wandelt am busen
unaufhaltsam
die welle
wiegt das tal fort
unser dämonischer kahn
aber stürzt
hinauf
„im rudertakt hinauf“
berge folgen wolkig himmelan
und begegnen wald
in unserm lauf
aug dich mein behagen
dort sinkst
zu finden
du
„ein neues leben“



fortsätzliche missachtung

himmelsdecke mit
wolkenmist und distelkind
köpft
hochberg dennoch
stehend und
baut
und
baut
neidglühend
nicht kopf unter
gottessonnen
kümmerliche fütterung
für
haftpflicht
und hungern
d kinder
hoffnungsnärrisch
wissen
nicht wo
einkrümmung
zur sonne
klagt
„ein herz wie meins“
mit gnadenbedrängnis gegen
hilfsmissachtung
den tod
an und
b n d
sklaverei
herz
glüh herz
gut betrogen
dank
schlaf auf
ehrenschmerz
ungezwungen tränenbeladen
es tilgt
je angst
je schmiedefeuer
allmächtige zeit
und ewiger
schicksalsmensch
besinne
leben hass und
reife
hier
schöpft
ein
r
aus
b und missachtung



alljährliche morgenhelligkeit

sprungzeit
geliebt mit
entzücken
herzt an
ewige hast
für
heilig s b finden
unzählige schöne
fang
im arm
zur brust
sehnsuchtslüge
und blumengras
herzt an
ewige hast
für
flammendurst n d
brust
kühl t
morgenwind lieblich
schrei nachtigall
schrei
liebe aus
komm
wo hochneigt
schwebewolke
runter
zu langlehniger
liebe
„mir! mir!“
im mutterleib
umtriebige brust
zu reizvoller stammherr



doppeltes genieren

wie im himmel
bedeckt
glanz mit glut
rings frühling
gleich
tausendfach
köpft
liebeswonne eichen
im drängenden stehen
lass herzwärme
fassen
und im busen
arm
an schmacht
kümmerliches kind
brennt
nachtvögel aus
sonnengras
nicht wo
wohin
verirrt verdrängnis
streben schmerzen
jung und gut
zum reifen
„wie im morgenglanze“
weint angst
„und das ewige schisckal“
genießt
wie
d und u
ohne
ich



reinen segen: entwöhnung (psychoanalytisches gedicht)

im aufruhr
irgendein:
entzücken kummer jammer
herz
denke rot
wie am heiligen abend
mit freundlicher handreichung
auf hochkultiviertem estrich
im glorreichen laturneib
kaum bedeckte mutterspur
für liebreizende seelen-
schau
eventuelles missverständnis und
zur erststunde

vollkommene herzexpression
mund wahr
kind gut
anruf
still begrenzte aufzucht
in welt geschleudert
bündig abgeschlossen
plagt verschieden
-r-
bitte
einspruch und
von stunde zu stunde
bedenklich alternierende gefühle

spür und spür
flüchtig-buntes weltgewimmel
wissen nach innen
und schleicht von außen
ein bisschen hoffnung
ein bisschen schmerz
kenne
sinn herz und abfluss
von vergleichsfigur
vertraue
kummer freude und neunatur
und such geäugtes häuflein
finden zu

stolper schönes teilleben
„ohne sturm und ohne ruh“
zu ewigem unbehagen
drück heute zieh morgen
in tragender weltabhängigkeit
betrüge öfters
und mit elendem glück
verlasse idiosynkratische stille
schau freifindend nach
tritt in kopf und herzensnähe
ausliebenswerter mädchenfreund
geh zu und schrei
flehentlich um seinen regen



fingriger vornachtgesang

einheimische neueinrichtungskraft
durch bedeutungsklang
kreiert vollsaft
aus
filigranen handfortsätzen
blähen
zittern
stottern
und doch vollwissend
natur verlassen
und doch leerdenkend
sinnzugang erzeugen
auf
ärmlicher heide
in freudensoße
wie leitnatur
treu-lieblich
konsumieren
vielleicht fühlen
im strom von ein bis nicht
meine deine unsre tube
spiel
mit um
allkraft und
im sinnmissbrauch
verengte existenz
„zur ewigkeit erweitern“



wiederholte begegnung I

mitten im freuden-
durch manch inneres
mitten im -getümmel
manch sorgen manch sinn
mitten im ich
durch mich
erschölle herzensnot
das denk ich
bildet aus vollsaft
das denk dein
bis aus meinen beiden fingern
ein wie quölle
beim stillen zittern
nur du
nur ich
die hand
nur uns
und freundlich kann s r eichen
da du nicht
uns
lass auf und
fühl
ich kenne in dich
dem schoße herrlich
und so
muss manches ich
leicht dich
verhüllt fassen
bedenke ein r
ich liebe dann
zeig seele wie wohl ist
„in der ersten stunde“
mir
schon
ich dich verkannt
nicht sinn r schließt
wie ich
„wo dürre heide war“
ganz gleich genießt
wie sehn ich mich dem munde
nach natur
nach ein dir wahres
gut treu genannt
still eng gefühlt
wirst uns
du
auf mir einmal
in tausend röhren spielen
wirst uns
du
auf meinen wogen
kräftiger umspülen
all s reiz t
mir
in uns
meinem mancherlei
gefällt-
r sinn
r heiter und verdrieß
dies s uns
von engem dasein
und zur stund
hier
schwankt ewigkeit



wiederholte begegnung II

„und dieses enge dasein hier“
gibt ewig sich
zur freundin
rief ich meine
erflehten kräfte
dir zu mir
„er schließt sich zu“
in himmlisch reinem segen
wo sinn
ist
sie mir aus
sein finden
und alle
lieb ich
dich
fühl dir entgegen
und frei
wirst du
und das ich
herzt s nach
sich treu dir zu
sieh
tritt nun ein
sich zurück
wie blieb sinn
eigenwillig
starr und wo
ruht
wie bei dir
manch s glücke schon
mein ich
mein dich
schon oft zu b-
-fassen
-trügen
doch
kannst fühlen du
nur so
und neigung muss
r tragen und
heute
kann dich nicht gestern lassen
und zieht
und zittert
nur deinem ich zu
dir
nur meinem ich zu
mir
so ruhe ich
vertaumelt
durch meinen sinn
erschölle schönste bildung
voller leben
ringsumher
findet die innre
schöpfungskraft
zu dir